4-BÄNDIGE ROSEGGER-LESEAUSGABE

Herausgegeben von Daniela Strigl und Karl Wagner

(auszugsweise dem Flyer des Styria Verlages entnommen)

Der Anlass
Das Doppeljubiläum des steirischen Volksschriftstellers – Roseggers 100. Todestag und der 175. Geburtstag, vielfach zur Legende erstarrt oder „in seinem Ruhm still gestorben“, wie Stefan Zweig 1918 meinte, der jedoch dessen Werk noch zum „Europäischen Erbe“ zählte. Peter Roseggers literarische Bedeutung wies und weist tatsächlich über die Grenzen der Steiermark hinaus. Roseggers Sozialkritik fordert mit ihren Ambivalenzen noch immer zur kritischen Lektüre heraus und ermöglicht einen keineswegs nur nostalgischen Blick auf die Agrargesellschaft, die sich in eine Industriegesellschaft wandelt und in der Katastrophe des Ersten Weltkriegs versinkt.
Rosegger wandte sich gegen die Kirche und deren Sexualmoral, gegen den Materialismus, die Ausbeutung der Natur, die kapitalistische Geldvergötzung, gegen den Militarismus und die Willkür der Obrigkeit wie der Grundherren.

Das Editionsprojekt
Dem Schriftsteller Peter Rosegger möglichst gerecht zu werden, mit der Auswahl der heute nach wie vor lesenswerten Texte ein ausgewogenes Bild zu zeichnen und vor allem auch bei der literaturhistorischen Einbettung Schattenseiten nicht auszublenden, das ist das Ziel der Herausgeber Daniela Strigl und Karl Wagner. Denn wer Roseggers literarisches Werk unvoreingenommen liest, wird feststellen, dass es nicht nur von scharfsichtigem Realismus, sondern auch von christlichem Ethos, Humor und einer Utopie vom einfachen, naturnahen Leben geprägt ist.

Für diese Leseausgabe wurde die 40-bändige „Ausgabe letzter Hand“ (1913 – 1916) herangezogen. Ein ausführliches Vorwort der Herausgeber widmet sich jeweils einem Aspekt im Bild des Autors und ordnet den jeweiligen Text in den biographischen, werkgeschichtlichen und politischen Kontext ein.

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Die Herausgeber
Dr. Daniela Strigl, geboren 1964 in Wien, ist Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin, Essayistin (F.A.Z., Falter, Der Standard, Die Furche, Die Zeit u.a.). 2003–2009, 2011–2014 Mitglied der Jury des Ingeborg Bachmann Preises (Klagenfurt). 2009 Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises sowie 2013–2015 des Preises der Leipziger Buchmesse. 2005 Scholar in Residence an der Rutgers University, NJ, seit 2007 Lehrtätigkeit am Institut für Germanistik der Universität Wien, 2018 Habilitation über Marie von Ebner-Eschenbach. Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik 2001, Max Kade Essaypreis 2007, Alfred Kerr Preis 2013. Berliner Preis für Literaturkritik 2015.

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Univ. Prof. em. Dr. Karl Wagner, geboren 1950 in Steyr. Studium der Anglistik und Germanistik an der Universität Wien; Habilitation 1989 mit einer Arbeit über Peter Rosegger und die Öffentlichkeit der Provinzliteratur.
An der Universität Wien seit 1976 Assistent, Dozent und a.o. Professor; seit 2003 Ordinarius für Neuere deutsche Literatur an der Universität Zürich, 2015 emeritiert.
Zahlreiche Publikationen und Editionen (F. M. Felder, Adalbert Stifter, P. Rosegger, F. von Saar, R. Walser) zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.
Prof. Dr. Karl Wagner ist europaweit einer der fundiertesten Rosegger-Kenner und Jurymitglied des Peter Rosegger-Literaturpreises des Landes Steiermark.

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Strigl und Wagner ließen sich erfolgreich von Obmann Johann Reischl darauf ansprechen, dieses literaturhistorisch wertvolle Projekt auf die Beine zu stellen. Das Land Steiermark und der Verlag Styria taten das Ihrige dazu, es zu realisieren. Ihnen allen gebührt respektvoller Dank. Ein Dank sei auch Frau Dr. Ulrike Habjan von der Steiermärkischen Landesbibliothek und ihrem Gatten Valentin für die geistig-moralische Unterstützung gesagt.

 

Preis je Band: € 25,-   4 Bände im Schuber: € 99,–

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