Laudatio für den scheidenden Obmann Johann Reischl von Mag. Hannes Traxler

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Foto: grafEbner
Sehr geehrte Frau Bürgermeister, geschätzte Ehrengäste, sehr geehrte Mitglieder des Roseggerbundes, lieber Hans Reischl !

Die heutige Mitgliederversammlung des Roseggerbundes hat für uns alle eine besondere Bedeutung. Nach 30 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Obmann des Vereins legst du, lieber Hans, deine Funktion zurück. Damit soll einem Generationswechsel der Weg geebnet werden.
Du möchtest von nun an andere persönliche Interessen und Vorhaben realisieren und dich mehr deiner Familie widmen können. Lange hast du über diese Entscheidung nachgedacht und hast in deiner bewährten Art den Wechsel bestens vorbereitet.

Wenn wir 30 Jahre zurückblicken und uns in 41 Folgen des Federstiels vertiefen, wenn wir die Chronik des Vereins auf der neuen Website studieren, wird wunderbar deutlich, welche Spuren du als Obmann heute hinterlässt.

Es war immer dein ganz persönliches Anliegen und Bestreben, gemeinsam mit deinem Team, mit der Marktgemeinde, mit vielen Persönlichkeiten und öffentlichen Stellen, die literarische Kultur von Peter Rosegger, sein Werk und sein Wirken zu wahren und vielen Menschen verständlich und zugänglich zu machen. Dies ist oft unterhaltsam, manchmal kritisch und aufklärend, aber immer nachhaltig gelungen.

Uns ist das Jubiläumsjahr 2018 noch lebendig in Erinnerung. Welche Fülle an Veranstaltungen, Medienberichten, Lesungen und Publikationen haben das Werk Peter Roseggers in diesem Jahr weit über Krieglach hinaus viele Interessierte begeistert.

Höhepunkt des Sommers 2018 war die Neuinszenierung von „Jakob der Letzte“  in der Fassung von Felix Mitterer im VAZ Krieglach. Die Marktgemeinde unter der hervorragenden Intendanz von Frau Bürgermeister DI Regina Schrittwieser, die moderne Inszenierung und die hohe Schauspielerleistung haben beim Publikum ganz großen Anklang gefunden.

Viele Jahre früher schon hast du einen deiner vielen Pläne umsetzen können. Du hast Felix Mitterer gewonnen, das Thema „Jakob der Letzte“ und die bedrückende Zeit des Bauernsterbens dramaturgisch zu konzipieren und wirklich wurde das Theaterstück 2013 erstmals am Originalschauplatz am Alpl aufgeführt. Es waren nachhaltige, eindrucksvolle Aufführungen. Das war wohl eine große Freude für dich, wo doch für dich ein Traum in Erfüllung gegangen ist.

Über Jahre hindurch hast du Veranstaltungen von hoher Qualität entwickelt. Dazu zählen die abwechslungsreichen Roseggerwochen mit Lesewanderungen und diversen musikalischen und literarischen Beiträgen.

Auch die Adventgala, 2018 zum 10. Mal aufgeführt, zählt dazu. Lokale Musikgruppen, Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule, der bekannte Mundarterzähler Günther Macek und die Lesungen vieler bekannter Schauspieler und Künstler von höchstem Niveau, begleitet von wunderbaren Großformatfotos von Jakob Hiller haben immer stimmig vom Advent auf die Weihnachtszeit hingeführt.
Die Marktgemeinde Krieglach und viele helfende Hände waren dir immer eine große Unterstützung.

Aber ohne die Ideen und Impulse des Obmanns hätte vieles nicht umgesetzt werden können und hätte wahrscheinlich nicht stattgefunden. Durch deine persönlichen Kontakte haben bekannte und interessierte Literaten und Fachleute wertvolle Beiträge geleistet.
Über die Gemeindegrenze von Krieglach hinaus ist der Roseggerbund bekannt und genießt vielerorts große Anerkennung.

Du hast auch hohe Auszeichnung für deine Arbeit erfahren. 2016 hat dir der Herr Landeshauptmann das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark verliehen. 2008 schon durftest du den Josef-Krainer-Heimatpreis entgegennehmen.

Im letzten Federstiel hast du so vielen gedankt. Heute wollen wir dir danken.
Dir danken wir für all das, was immer so selbstverständlich schien:

– für jede zeitraubende und gewissenhafte Vorbereitung und Umsetzung von Veranstaltungen

– für deine kluge, ansprechende und überzeugende Führung des Vereins

– für deine wertvollen Verbindungen in der Gemeinde und darüber hinaus

– für deine sicht- und spürbare Tiefe zu Literatur allgemein und zum Geist Peter Roseggers  im besonderen

– und nicht zuletzt für deine gewinnende Herzlichkeit.

Wir wollen aber auch deiner lieben Gattin Roswitha danken, denn sie war dir in all den Jahren stets eine wohlwollende, kritische und beratende Stütze.

Möge dir nun all das, was für dich jetzt neue Vision ist, Freude bereiten und auch gelingen.

Mag. Hannes Traxler

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